Was uns Allergien kosten – WirtschaftsWoche Online

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Christen feiern an Pfingsten die Ankunft des Heiligen Geistes. Ich hingegen fürchte mich jedes Jahr um Pfingsten herum vor Pollen. Die lassen nämlich meine Nase laufen, meinen Gaumen jucken und meine Augen tränen. Sehr unangenehm. Was Heuschnupfen mit Autos zu tun hat und was uns die Allergien kosten, habe ich neulich für die WirtschaftsWoche Online aufgeschrieben

Tausche zwei Billionen Euro gegen junge Fachkräfte?

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Der Westen hat laut einer Studie zwei Billionen Euro an Transferzahlungen an Ostdeutschland geleistet. Hat der Osten im Gegenzug mit qualifizierten Fachkräften bezahlt?

Der Berliner Professor Klaus Schröder vom Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin hat kürzlich berechnet, dass die Wiedervereinigung Westdeutschland zwei Billionen Euro gekostet hat. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff reagierte darauf sichtlich beleidigt:

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Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Foto: Martin Rulsch

 

„Wer rechnet denn mal gegen, dass der Osten seit der Wiedervereinigung Hunderttausende, wenn nicht Millionen junge, gut ausgebildete Fachkräfte in den Westen abgegeben hat?“, fragte er in der Mitteldeutschen Zeitung.

 
Hunderttausende junge Fachkräfte? Oder doch Millionen? So genau scheint es Haseloff nicht zu wissen. Das ist auch nicht verwunderlich. Genaue Zahlen dazu gibt es nicht. Continue reading

Einladung in die ewig sterbende Stadt

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Rezension: „Cairo Swan Song“ von Mekkawi Said

Auf der letzten Seite des Buches bin auch ich überzeugt. Nicht nur, dass der Tod Mustafas unausweichlich ist, sondern auch das Beste für ihn. Bereits das erste Kapitel zeigt das Ausmaß seiner Verzweiflung, seiner Verwirrung. Es stößt ab – und zieht gleichzeitig tiefer und tiefer hinein in den bipolaren, irrationalen Verstand des Protagonisten. Schreie, Schlägereien, Drogenexzesse. Dies alles ist so eindrücklich geschildert – gemischt mit den zunehmend paranoiden Gedanken Mustafas und den bemühten, aber vergeblichen Hilfestellungen seiner Freunde -, dass nur sein Tod als letzte Konsequenz und Fluchtpunkt der Erzählung infrage kommt. Continue reading

Verdienen am Publication Bias – Einblick in die Recherche

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Mein letzter Beitrag für WirtschaftsWoche Online beschäftigt sich mit dem Publication Bias in der klinischen Forschung und wie Pharmakonzerne daran verdienen. Hier ein kurzer Einblick in meine Recherche:

Bekannt ist das selektive Publizieren, der Publication Bias, schon lange. Die Fachzeitschrift „The Lancet“ listete Anfang des Jahres die finanziellen Kosten und vermeidbaren Todesfälle, die dadurch entstehen, in einer Serie (kostenlose Registrierung erforderlich) auf.

Nicht zuletzt der Fall Tamiflu (siehe Beitrag in der Wiwo) hat gezeigt, wozu der Publication Bias führen kann. Der Co-Autor des genannten Cochrane-Gutachten, Ben Goldacre, hat das Phänomen bereits 2012 in einem Ted-Talk zusammengefasst:

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Teuer, umstritten und vorgeschrieben – Versuchstierforschung in Deutschland

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Eitrige Augen, kahlgeschorene Kaninchen, verkrüppelte Affen. Versuchstierforschung ist teuer, umstritten – und gilt als Goldstandard bei der Zulassung von Chemie- und Pharmaprodukten. Dabei gibt es mittlerweile zahlreiche Alternativen.

„Tierversuche sind in der Regel teurer als Alternativmethoden“, sagt Rolf Hömke vom Verband der forschenden Arzneimittelhersteller, vfa.

Zum Tag des Versuchstiers hier mein Beitrag für WirtschaftsWoche Online zum Thema.

Bloggeburt: timostukenberg.de geht online

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Unter timostukenberg.de finden Sie ab sofort Nachrichten, Hintergründe und meine persönlichen, journalistischen Experimente. Ich werden den Blog so häufig wie möglich bestücken. Hier meine Themen:

Gesundheitswesen – Manche Dinge sind so komplex, dass es Jahre dauert, bis man sie verstanden hat. Gesundheitssysteme gehören eindeutig zu diesen Dingen. Unerlässlich und umstritten, milliardenschwer und undurchsichtig. Das Verhältnis von Patienten, Versicherern, Ärzten, Pflegern und Unternehmen wird ständig angepasst. Nicht immer zum Besseren, aber umso spannender.

Datenjournalismus – Über data-driven-journalism wird viel geredet. Meistens in dem Bewusstsein, dass es das nächste große Ding ist. Und natürlich verknüpft mit der Bitte, das jetzt endlich auch mal ernsthaft auszuprobieren. Gerne.

Responsive Media – Ich betreibe dieses Blog alleine, arbeite aber sehr gerne im Team. Jeder Hinweis, jede Anregung und vor allem jede ernstgemeinte Kritik nehme ich dankend entgegen.

Viel Spaß beim Lesen!
Timo Stukenberg

PS: Ich habe einige der alten Artikel von meinem Obacht-Blog mitgebracht, damit es unter diesem Post nicht ganz so verlassen aussieht.

Hohe Mieten, arme Familien – ddj bei der Freitag

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Am Samstag haben in zwölf deutschen Städten Menschen gegen hohe Mieten demonstriert. Neben Hartz 4-Empfängern und Rentnern sind häufig auch Familien mit Kindern von Armut bedroht. In welchen Städten arme Familien besonders stark betroffen sind, habe ich für den Freitag aufbereitet. Außerdem ein Vergleich der Mietbelastung in den 20 größten, deutschen Städten.

Den Beitrag findet Ihr hier: Die versteckte Armut der Großstadtfamilien

Es gibt sicher eine ganze Menge an Dingen, die ich besser machen könnte. Ich bin gespannt darauf, Eure Vorschläge und Kritik zu hören.

Die erfolgreich unproduktivste Regierung seit der Wiedervereinigung

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Von wegen „erfolgreichste Regierung seit der Wiedervereinigung“! Merkels schwarz-gelbe Koalition war vor allem eins: unproduktiv. Inspiriert durch einen Beitrag des Guardian Data Blogs habe ich nachgerechnet und eine statistische Regierungsbilanz gezogen.

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Beklatscht sich schon mal ganz gerne selbst: Angela Merkel. Quelle: Wikimedia Commons

 Die Rechnung ist einfach: Welche Regierung der letzten 30 Jahre hat durchschnittlich wie viele Gesetze pro Tag erlassen? Also: Zahl der Gesetze geteilt durch die Zahl der Tage der Wahlperiode. Ich setze hier Produktivität mit der Durchsetzungskraft der Regierung gleich. Solche quantitativen Methoden sind mit Vorsicht zu genießen. Ganz abwegig sind sie jedoch nicht, wie Bundestagspräsident Norbert Lammert im Interview mit dem Deutschlandfunk sagt: „Sicher sind auch quantitative Messungen nicht ohne Aufschluss für die Aktivitäten eines Parlaments.“

 

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„Nicht die Daten vor die Füße werfen“ – Dataphobia Folge 04

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Funktioniert Datenjournalismus ohne tolle Visualisierung? Ja, sagt Sascha Venohr, Chef-Datenjournalist bei Zeit Online. Im Dataphobia-Interview erklärt er, womit sein Team beim #editorslab gewonnen hat,  warum Datenjournalismus bei ZEIT Online durchaus alltagstauglich ist und was ein „Klicki-Bunti“ ist.

Sascha Venohr, Head of Datajournalism bei ZEIT Online. Foto: privat

Sascha Venohr, Head of Datajournalism bei ZEIT Online. Foto: privat

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